Was ist umfassende Dorferneuerung?

Dorferneuerung neu bedeutet…

                - BürgerInnenbeteiligung

                - gelebte Solidarität

                - mehr Lebensqualität für alle

                - Nachhaltigkeit

                - Gleichberechtigung (Mann-Frau, soziale Gruppen,
                        Generationen etc.)

                - Engagement der BürgerInnen

                - selbst Verantwortung übernehmen

                - neue Ideen und Ansätze finden

                - gehört werden

Seit 2007 orientiert sich die neue „umfassende Dorferneuerung“ im Burgenland an den Vorgaben der Agenda 21 , einem entwicklungs- und umweltpolitischen Aktionsprogramm der UNO für das 21. Jahrhundert. Ein hoher Stellenwert wird dabei auf Nachhaltigkeit und die Sicherung der Lebensgrundlagen des Menschen über Generationen hinweg gelegt. Auch die Einbindung der örtlichen Bevölkerung von Beginn an steht im Vordergrund.

Die rechtliche Grundlage bildet die Dorferneuerungs-Verordnung 2003 und darauf aufbauend die Dorferneuerungs-Richtlinien 2011. Dort ist der Rahmen festgelegt, wie der Prozess zur umfassenden Dorferneuerung in einer Gemeinde organisiert sein muss. Am Beginn eines Dorferneuerungsprozesses steht die Information der ortsansässigen Bevölkerung über den Sinn, die Inhalte, das Verfahren und die Termine der Aktion. Davor muss natürlich der örtliche Gemeinderat einen Beschluss zur Durchführung eines solchen Prozesses fassen und eine oder einen der geprüften ProzessbegleiterInnen bestellen, die befugt sind, im Burgenland Dorferneuerungsprozesse zu leiten und zu moderieren.

In der ersten Phase werden die Stärken und Schwächen in der Gemeinde analysiert, in der zweiten Phase unter Einbeziehung der Bevölkerung ein Leitbild erarbeitet, in dem festgeschrieben wird, wie und wo sich die Gemeinde in zehn oder zwanzig Jahren sehen will. Auch dieses Leitbild ist vom Gemeinderat im Endeffekt zu beschließen.

Im Anschluss daran können und sollen die im Leitbild formulierten Ideen und Projekte in die Realität umgesetzt werden. Und für all das gibt es Förderungen! Aus Mitteln der Europäischen Union, vom Bund und dem Land Burgenland werden vom Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) von 2007 bis 2013 fast 10 Millionen Euro für die burgenländische Dorferneuerung zur Verfügung gestellt.

Auf den folgenden Seiten in diesem Bereich können Sie sich noch eingehender in die Materie einlesen und weitere Informationen zur umfassenden Dorferneuerung im Burgenland erhalten (Verlinkungen im blauen Feld auf der linken Seite).