LA 21-Strategie im Burgenland

178 Staaten, auch Österreich, haben beim Weltgipfel der UNO in Rio de Janeiro 1992 die Agenda 21, das Handlungsprogramm für eine nachhaltige Entwicklung im 21. Jahrhundert beschlossen, die 2002 in Johannesburg nochmals bestätigt wurde. Heruntergebrochen auf die Ebene der Gemeinden wurde daraus die Lokale Agenda 21 (LA 21) entwickelt. Das bedeutet für die Gemeinden, Städte, Bezirke und Regionen einen selbständigen Weg in Richtung mehr Lebensqualität und Nachhaltigkeit zu gehen. Im Mittelpunkt stehen kreative Beteiligungsprozesse und die Ideen, die die BewohnerInnen vor Ort entwickeln. Aus einer guten Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Vereinen und BürgerInnen entstehen konkrete Maßnahmen und Projekte vor Ort.

Auch im Burgenland wird nun im Sinne dieser Lokalen Agenda 21 vorgegangen und die neue umfassende Dorferneuerung, die es seit 2007 gibt, orientiert sich an diesen Ideen und Vorgaben. Im Burgenland ist nun diese Agenda 21 in die klassische Dorferneuerung integriert worden - diese organisatorische Einheit bietet eine große Chance für die dynamische und nachhaltige Entwicklung der Gemeinden und Regionen.

Dabei hat sich die burgenländische Dorferneuerung, die in den 1980er-Jahren aus dem Anspruch etabliert und institutionalisiert wurde, das optische Erscheinungsbild der Dörfer zu verbessern ("Reparaturkonzept"), über eine Novellierung in den 1990ern, wo eine gesamtheitliche Entwicklung aller dörflichen Lebensbereiche angestrebt wurde ("Entwicklungskonzept"), weiterentwickelt zum jetzigen "Zukunftskonzept", wo es darum geht die burgenländischen Gemeinden auf die schwierigen Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Daher auch der Titel der neuen Aktion: "zukunft.burgenland - Dorferneuerung.Neu".